Wer jetzt bewusst in der Natur unterwegs ist, kann den Jahreszeitenwechsel zum farbenprächtigen Herbst mitverfolgen.

Das Laub der Blätter beginnt sich zu verfärben und auch viele Beeren färben sich zum Herbst hin, und sind somit für einen besonderen Genuss reif zum Ernten! Rot, Orange, Violett, manchmal auch fast Schwarz, wie beispielsweise die Vogelbeeren, Preiselbeeren, Brombeeren oder auch die Wacholderbeeren.

Sie spielen nicht nur in der Kulinarik eine köstliche Rolle, und ich meine jetzt nicht nur in flüssiger Form als Schnaps aus den Vogelbeeren oder Gin aus den Wacholderbeeren, sondern auch als Heilpflanzen werden sie seit je her in der Naturheilkunde geschätzt und genützt.

Der frühwinterliche Gruß Ende September bei uns im Salzburger Pongau tut einer dieser farbenprächtigen Beeren besonders gut! Aber welche ist das und warum sind diese Temperaturen mit Frost gut?

Die Eberesche – im Volksmund auch als Vogelbeere bezeichnet (Sorbus aucuparia)

Die Früchte der Eberesche, die uns bekannten Vogelbeeren sind den meisten in Form von Vogelbeer-Schnaps ein Begriff. Im alpinen Raum hat die Verarbeitung zu Vogelbeerschnaps eine langjährige Tradition und wird heutzutage auch immer noch mit dem „gesunden Stamperl“ als „Medizin“ gelebt.

Diese Verarbeitungsform mag vielleicht daran liegen, dass man im Volksmund sagt, die rohen Früchte wären giftig. Richtig verarbeitet kann die Vogelbeere aber so einiges, denn auch als Chutney, Gelee, Likör, im Kuchen, auf Brot oder im Müsli kann man Vogelbeeren zu einem herb-süßen und gesunden Genuss verarbeiten.

Wichtig ist nur, dass man die rohen Vogelbeeren weiterverarbeitet, um sie genussfähig zu machen. Zum Beispiel trocknen, kochen, einfrieren oder man kann sie auch in Essig oder Alkohol einlegen. Denn dadurch verlieren die Beeren die magenreizende, zu Durchfall oder Erbrechen führende Parasorbinsäure und ihren dadurch auch sehr bitteren Geschmack!

So kommt man bedenkenlos an die wertvollen Inhaltsstoffe der Vogelbeere wie reichlich Vitamin C, Vitamin A, verschiedenste Mineralstoffe, Pektine, Gerbstoffe, Bitterstoffe und auch Carotinoide. Diese können vor Entzündungen im Halsbereich schützen, dem Magen-Darm-Bereich und den Schleimhäuten helfen, den Cholesterinspielgel positiv beeinflussen und auch bei der Zellerneuerung unterstützend wirken.

Also wenn da jetzt nicht der eine oder andere Grund dafür spricht sich an die Vogelbeere zu wagen und sie zu einer wohltuenden Delikatesse zu verarbeiten.

Tipp: Vogelbeeren kann man auf Vorrat einfrieren für eine spätere Verarbeitung. Somit hat man zwei Fliegen mit einer Klappe erwischt, denn durch das Einfrieren wird die Parasorbinsäure in den Beeren umgewandelt und man hat immer ein wirklich wertvolles heimisches „Superfood“ auf Vorrat zuhause.

Eine tolle und einfache Verarbeitung und mein persönliches Highlight:

Vogelbeere-Steinsalz

Genau zwei Zutaten sind dafür notwendig:

  • Getrocknete Vogelbeeren
  • Natursalz* auch als Steinsalz bekannt (oder Salz nach Wahl)

*Ich bevorzuge unser österreichisches Natursalz, da ein naturreines Bergkernsalz mit besonderem Geschmack, aufgrund der natürlich enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente. Daher hat es auch die besondere Färbung. (Werbung/unbeauftragt)

Herstellung Vogelbeer-Steinsalz:

  • Reife Vogelbeeren von den Stielen befreien, kurz abwaschen, abtrocken und anschließend zum Trocknen auflegen. Nachdem die Vogelbeeren gut getrocknet sind, kann man sie weiterverarbeiten.
  • Getrocknete Vogelbeeren mit gewünschter Menge mit Natursalz in einen geeigneten Mixer geben, und bis zur gewünschten Feinheit mixen. Wer möchte, dann dies auch in echter kraftvoller und meditativer Handarbeit mit einem Mörser machen. 😉

Ich persönlich mixe es nur kurz durch, da ich das Salz für die spätere Verwendung in eine Salzmühle gebe und es schön finde von der Vogelbeere noch kleinere Stückchen zu sehen. Jedoch sollte man solange mixen oder mörsern, bis die Vogelbeeren ihre schöne Farbe und den Geschmack an das Salz abgibt. Denn das Auge isst bekanntlich mit! Das Natursalz hat bereits eine leichte rosa/rot Färbung, wird durch die Verarbeitung mit der Vogelbeere noch rötlicher.

Nun aber viel Freude beim Entdecken der Vogelbeeren!

Und wie immer gilt, bitte beim Sammeln mit Bedacht was die Menge, Sammelplatz, Besitzverhältnisse und natürlich die Futterquelle für Wildtiere angeht!

Was werdet ihr nun aus der Vogelbeere Köstliches zubereiten? Verrate es doch mal, ich freue mich auf eure Feedback! 

Alles Liebe & Kräuter-Herzliche Grüße

 

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